sam-dogs Newsletter 02-2017

 

sam-dogs Newsletter 02-17

Autor: Peter Keller

 

Inhalt:

  1. Einleitung
  2. Hitze und Trailen
  3. Neue Seminare 2018
  4. Trainingsgruppen

 

  1. Einleitung

Im vorliegenden Newsletter gibt es „medizinische“ Infos zum Thema Hitze, News betreffend Seminare im kommenden Jahr und ein Anliegen der InstruktorInnen, die die Trainingsgruppen leiten. Ich wünsche viel Spass beim Lesen und bin jederzeit für Anregungen/Rückmeldungen dankbar.

 

  1. Hitze und Trailen

Der Sommer ist da. Die Temperaturen sind bereits in beachtliche Höhen geschnellt. Wie wir wissen, hat der Hund nur beschränkt Möglichkeiten auf hohe Temperaturen zu reagieren. Während des Trailens wird die Atemfrequenz auf bis zu 300 Atemzügen pro Minute gesteigert, die Geruchspartikel werden dabei mit bis zu 40 km/h in die Nase „hineingeschleudert“ und es werden jede Minute bis zu 60 Liter Luftvolumen angesaugt. Hierbei kommt es folglich zu einer Erhöhung des Herzminutenvolumens, d.h. die Herzfrequenz aber auch das Blutvolumen, welches pro Herzschlag in den Kreislauf katapultiert wird, werden gesteigert. Es geht also auf „die Pumpe“. Als wesentlicher Faktor kommt hinzu, dass sich die Körpertemperatur des Hundes erhöht um Stoffwechselvorgänge schneller ablaufen zu lassen, quasi als Katalysator. Der Hund betreibt während des Trailens Hochleistungssport. Dies sollte nie vergessen werden. Bei hohen sommerlichen Temperaturen kann es als Folge der Überhitzung zum plötzlichen Herztod kommen. Erschwerend in der Beurteilung ob ein Hund leidet oder nicht, kommt hinzu, dass viele Hunde extrem leidensfähig sind. Wenn bei Hitze trainieren, dann kurze Trails mit ein paar Schwierigkeiten bestücken, in bewaldeter Zone, genug Wasser bereitstellen/mitnehmen, etc. Ich appelliere an die Vernunft und das Verständnis aller HundeführerInnen, wenn unter Umständen Trainings aus gesundheitlichen Überlegungen abgesagt werden und danke allen.

  1. Neue Seminare 2018

Im kommenden Jahr 2018 wird es einige sehr interessante Neuerungen geben. Basierend auf unserer Erfahrung, Rückmeldungen, lernpädagogischen- didaktischen Elementen wird der Seminarkalender 2018 wie folgt aussehen:

  1. Seminare für Anfänger bis mittleres Leistungsniveau:

Wie bis anhin werden diese äusserst beliebten Seminare im selben Umfang (12 Seminare) an Wochenenden (Sa/So) über die ganze Deutschschweiz verteilt, durchgeführt.

  1. Seminare für Welpen/Seniorenhunde:

Wie bis anhin werden zwei Wochenenden angeboten. Je ein Tag für die Welpen und je ein Tag für die Seniorenhunde ab 9.tem Lebensjahr. Bei den Senioren sind sowohl Anfänger (keiner zu alt um noch etwas Neues zu lernen) wie auch Erfahrene herzlich Willkommen.

  1. Themenseminare (Modulseminare):

Neu werden aufgrund der grossen Nachfrage und Beliebtheit drei Themenseminare (bis anhin zwei) durchgeführt. Die Themenseminare eignen sich sowohl für wenig Fortgeschrittene wie selbstverständlich für erfahrene Teams. Im Halbtagesturnus werden gezielt spezielle Themen behandelt (Abgang, Negativarbeit, frische/alte Trails, etc.). Die Themenseminare dauern drei Tage (Fr – So).

  1. Free Trail Seminare (neu):

Neu werden zwei Free Trail Seminare angeboten. Seminardauer drei Tage ( Fr – So). Diese Seminare richten sich an erfahrenere Teams, die das 1×1 des Trailens beherrschen und ihren Hund jederzeit abrufen können. Aufgrund des geeigneten Geländes (bewaldete, übersichtliche, wenig frequentierte Gebiete) und der rechtlichen Grundlagen (Leinenpflicht, etc.) finden diese Seminare im Raum Thusis/Bonaduz statt. Lasst euch begeistern von der Faszination und den Möglichkeiten des Free Trailens.

  1. Ernstfallseminare (neu):

In diesen Seminaren werden in Wirklichkeit stattgefundene Ernsteinsätze Eins zu Eins nachgestellt. Die Teams bekommen exakt dieselben Informationen wie das Einsatzteam erhalten hat (Briefing). Möglichst selbstständiges Arbeiten ist wünschenswert. Die Teams werden – so wie es im Ernsteinsatz ist – immer wieder mit neuen Erkenntnissen/Daten zum Fall „gefüttert“. Hier wird nicht nur das Trailen vertieft geübt, sondern auch taktisches Vorgehen gelernt. Die Herausforderung annehmen wie es sich im Ernstfall anfühlen kann. Die Fälle werden miteinander besprochen und analysiert (Debriefing). Diese Seminare richten sich an Teams mittleres Leistungsniveau bis Fortgeschrittene. Es werden zwei Seminare à drei Tage angeboten (Fr – So). 

  1. Trailferien:

Neu werden im kommenden Jahr aufgrund der grossen Nachfrage drei Ferienwochen (bis anhin zwei) angeboten. Nebst dem Schwarzwald (mit anderem Hotel), Raum Grafenhausen – Höchenschwand – St. Blasien – Todtmoos, wird natürlich auch wieder das Engadin (Juni bei wunderbarem Bergfrühling und September mit den goldenen Lärchen bei klarer Bergsicht) berücksichtigt.  Staunt selber über die Fortschritte von Hund und Mensch, wenn der Kopf frei vom Alltagsstress ist und man gleichzeitig herrliche Umgebung und Kulinarik verbinden kann. Trailferien eignen sich für alle Teams, egal welcher Ausbildungsstufe.

  1. Seminare mittleres Niveau bis Fortgeschrittene:

Diese jeweils vier Tage dauernden Seminare werden neu auf zwei Veranstaltungen à vier Tage reduziert. Wie den oben stehenden Ausführungen zu entnehmen ist, hat sich das Angebot für diese Teams mit den Themen- (Modul-) Seminaren, Free Trail Seminaren, Ernstfallseminaren und auch Trailferien lerndidaktisch, inhaltlich und auch quantitativ erhöht. Man hat so die geeigneteren Möglichkeiten, die besseren Instrumente, die eigenen Stärken zu verbessern und den Schwächen auf den Grund zu gehen.

  1. Schnuppertage (neu):

Neu werden zwei Schnuppertage (jeweils an Wochenenden) angeboten.

  1. Prüfungen:

Die Prüfungen der Stufe M1 – M3 werden wie bis anhin zweimal jährlich und die Prüfungen der Stufe M4 – M5 einmal jährlich durchgeführt.

 

Wir bemühen uns, den Seminarkalender 2018 mit allen Daten und Fakten bis spätestens Ende Juli auf unserer Homepage zu publizieren.

 

  1. Trainingsgruppen

Die Trainingsgruppen erfreuen sich grosser Beliebtheit, was uns ausserordentlich freut. Allen Instruktorinnen und Instruktoren sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Sie leisten einen immensen Aufwand und grossen Einsatz. Organisation, Coaching/Teamausbildung, Rekognostizierung sind nur einige wenige Stichworte. Insbesondere die Organisation ist immer wieder eine grosse Herausforderung. An welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit, an welchem Ort, möglichst auf die Wünsche der HundeführerInnen eingehen, ist nicht immer einfach. Aber wir versuchen es mit grossem Enthusiasmus und Leidenschaft. Ärgerlich sind für uns deshalb kurzfristige Absagen. Wir haben dann kaum mehr die Möglichkeit jemand Anderen zu berücksichtigen, der/die gerne dabei gewesen wäre. Wir erlauben uns deshalb im Verhinderungsfalle (Absage) von weniger als 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin, unsere Dienstleistung abzurechnen, respektive ein „Löchli“ in die Karte zu machen. Natürlich gibt es immer Ausnahmen von der Regel. Bei „Härtefällen“ sind wir  – weiss Gott –  nicht stur.

 

Peter Keller, Juni 2017

 

 

  

  


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